Der Stundenplan sieht täglichen Unterricht in Jazztanz, Contemporary und Klassischem Ballett vor, ferner mehrmals wöchentlich HipHop und einmal wöchentlich Gesang und Schauspiel. Die Unterrichtsfächer Afro, Musical Jazz, Step, Folklore werden im Wechsel halbjährlich unterrichtet. Improvisation und Partnerarbeit werden in speziellen Kursen angeboten. Tanzgeschichte und Anatomie werden als Blockseminare angeboten. Im Laufe der Ausbildung können auch Proben und Aufführungen an Wochenenden hinzukommen.
Zu Beginn der Ausbildung werden in beiden Ausbildungsgängen die Grundlagen und Basistechniken der verschiedenen Tanzstile vermittelt, wobei auf die tanzgeschichtlichen Wurzeln des jeweiligen Stils zurückgegriffen wird. Aufbauend auf dieser Basis werden ab dem zweiten Jahr die technischen Anforderungen erhöht, und es werden vermehrt die modernen Entwicklungen und Verschmelzungen der einzelnen Tanzstile erarbeitet.
Im Ausbildungsgang Bühnentanz wird ab dem zweiten Jahr auf die professionelle Bühnenarbeit hingearbeitet. Dies geschieht durch Repertoire-Arbeit, Einstudierung neuer Choreographien sowie regelmäßige Auftritte mit der schuleigenen Company bei unterschiedlichen Veranstaltungen in und außerhalb der Schule. Wichtige Kriterien, die für die spätere Berufstätigkeit auf der Bühne erlernt werden sollen, sind hierbei das professionelle Mitarbeiten in Proben, das soziale Verhalten innerhalb der Gruppe, das professionelle Verhalten auf und hinter der Bühne sowie die Entwicklung des Selbstbewusstseins und der eigenen Ausdrucksfähigkeit.
Im Ausbildungszweig Tanzpädagogik kommt stattdessen im 2. Ausbildungsjahr das Fach Tanzpädagogik hinzu. Dies umfasst neben dem theoretischen Unterricht, regelmäßiges Hospitieren und Ablegen von Lehrproben sowie diverse Praktika außerhalb der Schule. Während im 2. Jahr in allen Hauptfächern theoretisches und praktisches pädagogisches Wissen erworben werden soll, kann im 3. Ausbildungsjahr eine Spezialisierung stattfinden. Diese kann in Richtung Contemporary, Jazz, Ballett aber auch HipHop gehen.
Kleine Klassen ermöglichen eine optimale Förderung und helfen bei der Entwicklung des tänzerischen Ausdrucks.
Während der Ausbildung werden gezielt Gastdozenten für Workshops eingeladen.
Das Erreichen der von den Pädagogen gesetzten Ziele wird zweimal jährlich in allen Unterrichtsfächern geprüft. Die Noten im Jahresabschlusszeugnis entscheiden über eine Versetzung ins nächste Jahr. Um die Ausbildung erfolgreich abzuschließen, muss die jeweils höchste Niveaustufe in den Schwerpunktfächern Jazztanz, Contemporary und Klassisches Ballett mit mindestens ausreichend (4,0) bestanden werden.
Modern Workshop mit Julie Magneville vom 9.11.-12.11.2011
Julie Magneville erhielt ihre Klassische Tanzausbildung am "Centre Chreo Danse" und "Ecole superieure de danse de Cannes Rosella Hightower". Sie erweiterte ihre Ausbildung in Contemporary dance am "CNR de Lyon". In ihren ersten Engagements arbeitete sie zusammen mit Donald MacKayle, Matt Mattox, Ralph Paul Haze, Tony Pierce und Milton Myers. Mit Bruno Agati erhielt sie die Möglichkeit in der Oper Carmen zu tanzen. Um ihre Karriere zu entwickeln, studierte Julie an der Alvin Ailey School in New York wo sie wichtige Choreografen wie Elyzabeth Roxas, Nancy Turano und Frederic Moore trifft.
Zurück in Frankreich wird sie von verschiedenen Tanzinstitutionen als Gastdozentin und als Choreografin eingeladen. Julie hat in Paris ihre eigene Company gegründet und nimmt an zahlreichen Tanzprojekten teil.
Vom 09.11. - 12.11.2011 unterrichtet Julie Magneville die Ausbildungsklassen II und III in Modern.